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Arbeitsrecht

Arbeitszeitregeln in Spanien

Das Estatuto de los Trabajadores regelt Arbeitszeit, Ruhe und Pausen in Spanien. Seit 2019 muss jeder Arbeitgeber zudem täglich Beginn und Ende der Arbeitszeit jedes Beschäftigten aufzeichnen: das registro de jornada.

Zuletzt geprüft: · Estatuto de los Trabajadores

Die Regeln auf einen Blick

Allgemeine gesetzliche Regeln für volljährige Arbeitnehmer, je mit Vorschrift und amtlicher Quelle.
ThemaRegelQuelle
Wöchentliche ArbeitszeitHöchstens 40 Stunden effektive Arbeit pro Woche im Jahresdurchschnittart. 34.1
Tägliche ArbeitszeitHöchstens 9 reguläre Stunden pro Tag, sofern kein Tarif- oder Betriebsvertrag eine andere Verteilung vorsiehtart. 34.3
Ruhe zwischen ArbeitstagenMindestens 12 Stunden zwischen dem Ende eines Arbeitstags und dem Beginn des nächstenart. 34.3
PausenMindestens 15 Minuten, wenn ein durchgehender Arbeitstag länger als 6 Stunden dauertart. 34.4
Zeiterfassung (registro de jornada)Tägliche Aufzeichnung von Beginn und Ende der Arbeitszeit jedes Beschäftigten, 4 Jahre aufzubewahren (eingeführt durch Real Decreto-ley 8/2019)art. 34.9
ÜberstundenHöchstens 80 Überstunden pro Jahr; innerhalb von 4 Monaten durch Freizeit ausgeglichene Stunden und Notfallarbeit zählen nicht mitart. 35.2
NachtarbeitNachtarbeit ist Arbeit zwischen 22 und 6 Uhr; Nachtarbeitnehmer arbeiten im Durchschnitt von 15 Tagen höchstens 8 Stunden täglich und leisten keine Überstundenart. 36.1
Wöchentliche RuhezeitEineinhalb zusammenhängende Tage pro Woche, ansammelbar über bis zu 14 Tageart. 37.1

Zuletzt geprüft:

Wochen- und Tagesarbeitszeit

Die Arbeitswoche umfasst höchstens 40 Stunden effektive Arbeit im Jahresdurchschnitt. Ein regulärer Arbeitstag dauert höchstens 9 Stunden, sofern kein Tarif- oder Betriebsvertrag eine andere Verteilung vorsieht. Zwischen dem Ende eines Arbeitstags und dem Beginn des nächsten müssen mindestens 12 Stunden liegen.

Überstunden sind auf 80 pro Jahr begrenzt. Stunden, die innerhalb von 4 Monaten durch Freizeit ausgeglichen werden, und Arbeit zur Abwendung oder Behebung von Notfällen zählen nicht mit. Erfassen Sie also nicht nur die geleisteten Stunden, sondern auch, wie Überstunden ausgeglichen wurden.

Pausen, Wochenruhe und Nachtarbeit

Dauert ein durchgehender Arbeitstag länger als 6 Stunden, steht eine Pause von mindestens 15 Minuten zu. Die Wochenruhe beträgt eineinhalb zusammenhängende Tage und kann über bis zu 14 Tage angesammelt werden.

Nachtarbeit ist Arbeit zwischen 22 und 6 Uhr. Nachtarbeitnehmer arbeiten im Durchschnitt von 15 Tagen höchstens 8 Stunden täglich und leisten keine Überstunden.

Das registro de jornada

Seit dem Real Decreto-ley 8/2019 muss jeder Arbeitgeber in Spanien täglich Beginn und Ende der Arbeitszeit jedes Beschäftigten aufzeichnen und diese Daten 4 Jahre aufbewahren. Beschäftigte, ihre Vertretungen und die Arbeitsinspektion müssen Einsicht nehmen können. Die Pflicht gilt für alle Arbeitgeber unabhängig von ihrer Größe, für Teilzeit- wie Vollzeitkräfte.

Eine Form schreibt das Gesetz nicht vor. Papier ist zulässig, digital bleibt die Aufzeichnung aber leichter vollständig, Korrekturen sind nachvollziehbar und die Daten schneller vorgelegt.

Wie TimeTracking hilft

TimeTracking erfasst je Schicht Beginn, Ende und Pause per Smartphone, Web oder gemeinsamem Kiosk und speichert jede Korrektur im Audit-Log. Freigegebene Stunden exportieren Sie als CSV oder XLSX für Lohnabrechnung oder Inspektion. Ein spanisches Regelpaket mit Warnungen zu den Grenzen oben ist nicht eingebaut; prüfen Sie die Regeln selbst. Die App gibt es in 20 Sprachen, auch auf Spanisch. Kostenlos bis 5 Nutzer; Core kostet 1 € und Pro 3 € pro Nutzer und Monat.

Häufige Fragen

Ist Zeiterfassung in Spanien Pflicht?

Ja. Seit dem Real Decreto-ley 8/2019 muss jeder Arbeitgeber täglich Beginn und Ende der Arbeitszeit jedes Beschäftigten aufzeichnen (Art. 34.9 Estatuto de los Trabajadores) und 4 Jahre aufbewahren.

Wie viele Stunden darf man in Spanien arbeiten?

Höchstens 40 Stunden effektive Arbeit pro Woche im Jahresdurchschnitt und höchstens 9 reguläre Stunden pro Tag, sofern keine Vereinbarung etwas anderes vorsieht.

Wie viele Überstunden sind erlaubt?

Höchstens 80 pro Jahr. Innerhalb von 4 Monaten durch Freizeit ausgeglichene Überstunden und Notfallarbeit zählen nicht mit.

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